Berliner Schlittschuh-Club

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Berliner Schlittschuh-Club (BSchC)
Land
Stadt Berlin
Liga -
Gegründet 1893
Geschichte -
Erfolge -
Vereinsfarben
Stadion -
Fassungsvermögen -
Spitzname Club , Zorros
Stammverein -
Besitzer -
Manager -
Hauptsponsor -
Etat -
Trainer -
Kapitän -
Spielzeiten


Inhaltsverzeichnis

Clubhistorie

1893 wurde in Berlin der Berliner Schlittschuh-Club (auch Berliner SC oder auch kurz BSchC) als Eissportverein gegründet.

Im November 1908 bestritt der BSchC sein und Deutschlands erstes offizielles Eishockeyspiel (vorher wurde in Deutschland nur Bandy gespielt), im Rahmen eines internationalen Turniers im Eispalast an der Lutherstraße. Gegner war der SC Charlottenburg, der mit 9:2 Toren bezwungen werden konnte. 1910 und 1911 erreichte die Mannschaft zweimal in Folge das Finale um die Berliner Stadtmeisterschaft, unterlag dort allerdings jeweils dem BFC Preußen Berlin. 1912 wurde der Schlittschuh-Club erster Deutscher Meister im Eishockey.

In den zwanziger und dreißiger Jahren hatte der Club seine erfolgreichste Zeit. Der Club holte nicht nur einen deutschen Meistertitel nach dem anderen, auch international wurde dreimal der Spengler-Cup gewonnen. Gespielt wurde im legendären Sportpalast. Zu dieser Zeit gab es zwei Mannschaften: die Internationale Mannschaft (gespickt mit hochklassigen Ausländern), die zu Freundschaftsspielen in ganz Europa antrat, und die Nationale Mannschaft, die die deutschen Meisterschaften holte und den Großteil der deutschen Nationalmannschaft stellte. Bekannteste Spieler waren Gustav Jaenecke, Rudi Ball und Erich Römer.

Im Kriegsjahr 1944 holte der Club in einer Spielgemeinschaft seine 18.Meisterschaft. Danach kam eine lange Durststrecke.

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte die Mannschaft des BSchC unter dem Namen EG Berlin-Eichkamp, da der Verein erst 1951 wieder unter seinem ursprünglichen Namen ins Vereinsregister eingetragen werden durfte. Als EG Berlin-Eichkamp gewann der Verein 1947 die Deutsche Vizemeisterschaft, sowie 1949 den Meistertitel des Berliner Eissportverbandes. In den Qualifikationsspielen zur neu gegründeten Eishockey-Oberliga scheiterte der Club allerdings noch im selben Jahr. Gespielt wurde zu dieser Zeit in Friedrichshain.

Erst in der Saison 1957/58 gelang dem Verein der Aufstieg in die Oberliga, jedoch wurde er mit der Einführung der Eishockey-Bundesliga wieder in die, nun zweitklassige, Oberliga zurückgestuft. In der Oberliga verblieb der BSchC bis auf ein kurzes Zwischenspiel in der Bundesligasaison 1966/67, bevor sich der Verein ab der Spielzeit 1972/73 im Eishockey-Oberhaus etablieren konnte. Bekannteste Spieler dieser Dekade waren "Tatze" Borsutzki , Heinz Patrzek und Jimmy Irving. Gespielt wurde zu dieser Zeit in Neukölln, im Erika-Hess-Stadion und im wieder aufgebauten Sportpalast.

In den 60er Jahren wurde auch die Abkürzung BSchC eingeführt. Damit sollten Verwechslungen mit Hertha BSC verhindert werden.

Im Sommer 1971 wurden in Berlin die Eishockeymannschaften des BFC Preussen und Hertha BSC aufgelöst, so dass die bisherigen Spieler dieser Mannschaften den Kader des BSchC verstärken konnten. Da der Sportpalast abgerissen wurde, zog man in die neu gebaute Eissporthalle in die Jafféstraße. Dort, und unter dem legendären Trainer Xaver Unsinn, holte der Club 1974 und 1976 seine Titel Nr.19 und 20 (und ist damit auch noch heute Deutscher Eishockey-Rekordmeister!). In den siebziger Jahren spielte der Club insgesamt sehr erfolgreich in der Bundesliga. Bekannte Spieler waren: Lenz und Franz Funk, Gori Köpf sen., Erich Weisshaupt, Hans Zach, Stefan Metz, Karel Slanina und noch viele mehr.

Anfang der achtziger Jahre wurde das Geld knapp. Deswegen wurde im Jahr 1981 die Eishockeyabteilung schließlich in den Berliner Schlittschuhclub Eishockey e.V. ausgegliedert. Trotzdem musste der Schlittschuh-Club, aufgrund finanzieller Schwierigkeiten, sich 1982 aus der Eishockey-Bundesliga zurückziehen.

Teile der zurückgezogenen Mannschaft und Funktionäre machten sich selbständig und gründeten zusammen mit der Eishockeyabteilung des BFC Preussen einen neuen Verein: den BSC Preussen.

Durch den starken Aderlaß in Richtung Preussen war es schwer für den Club, und so nahm der BSchC 1983 mit einer Oldie-Truppe den Spielbetrieb in der Regionalliga Nord wieder auf. Im Jahr 1983 wurde das Angebot im Eishockeybereich um eine Frauenmannschaft erweitert, die sich allerdings im Jahr 1988 dem OSC Berlin anschloss (heute eine der erfolgreichsten Eishockey-Frauenmannschaften Deutschlands, Trainer ist der Ex-Club-Spieler René Bielke).

Kurz vor der Wende lag im Club der Eishockey-Bereich fast brach. Das änderte sich 1991. Da erfolgte der Beitritt der Ost-Berliner Eishockeymannschaft des Berliner SV AdW (ehemals BSG AdW). Diese hatten 1990/91 an der letzten Bestenermittlung der DDR teilgenommen und wurden dadurch in die Regionalliga Nord aufgenommen. Damit übernahm der Club die Einstufung des BSV AdW in der Regionalliga Nord. Die Eishockey-Abteilung wurde mal wieder aus dem Stammverein ausgegliedert.

Ein, wie sich nachträglich rausstellte, nicht seriöser Sponsor (dieser war damals auch Sponsor bei Hansa Rostock und Henry Maske) hatte den Plan, dass der Schlittschuh-Club 1992/1993 als Farmteam des EHC Eisbären fungieren sollte. Aber außer dem gleichen Sponsorenaufdruck wie die Eisbären auf dem Trikot war diese Episode eher als Flop zu betrachten.

In den Jahren 1995-1997 hatte der Club noch mal eine Blütezeit! Er spielte sehr erfolgreich und es gelang sogar der Aufstieg in die 2.Liga Nord. Leider musste der Club aus finanziellen Gründen im Sommer 1997 die Mannschaft vom Spielbetrieb abmelden. In der Folgezeit wurde die Eishockeyabteilung wieder in den Hauptverein eingegliedert. Bekannte Spieler aus diesen Jahren waren René "Hexer" Bielke, Jeff Job, Torsten Deutscher, Lutz Schirmer und Harald Windler!

Eine Ausgliederung der Eishockeyabteilung in einem „BSchC Grizzlies“ Projekt verlief im Sande. Also spielte der Club in den folgenden Jahren wenig erfolgreich in den unteren Ligen, hauptsächlich in der Verbandsliga.

Nach dem endgültigen Ende der Berlin Capitals 2004 gründeten einige Leute von diesem Verein den ECC Preussen und wieder andere die Berliner Schlittschuh-Club Preussen GmbH. Mit dieser GmbH schloss der BSchC eine Kooperation für den Spielbetrieb in der Oberliga-Saison 2004/2005. Der Club gab für diese Kooperation nur seinen guten Namen und Logo her und bekam leider nicht viel dafür. Beendet war dieses Intermezzo schon am Ende der Saison, als die BSchC Preussen GmbH Insolvenz ging.

Die erste Mannschaft des Clubs spielte zeitgleich in der fünftklassigen Verbandsliga Nord-Ost, die zweite Auswahl trat in der sechstklassigen Landesliga Berlin an.

Ende 2005 überraschte der Club mit einem neuen Hauptsponsor. Ein großer Fanclub des Fußball Vereins 1.FC Union Berlin zierte fortan die Brust der Eishockey-Cracks.

Im Februar des Jahres 2007 entsorgte der Berliner Schlittschuh-Club sein Archiv auf den Müll und große Teile konnten dank einiger Helfer um Martin Ohme in einer Nacht- und Nebel-Aktion gerettet werden.


Nach Machtkämpfen im Sommer 2007 wurden alle Eissportabteilungen vom Stammverein ausgeschlossen. Die Eishockey-Abteilung gründete einen neuen Verein, den Berliner Schlittschuh-Club 07, in welchen die anderen Eissportabteilungen dann auch eine neue Heimat fanden.


Die erste Eishockey-Mannschaft nahm an der Regionalliga Nord/Ost teil und schaffte mit zwei Siegen in 16 Spielen knapp den Klassenerhalt. Trotzdem verzichtete man für die Saison 2008/2009 auf die Teilnahme an der Regionalliga und bewarb sich (da es keine Verbandsliga mehr gab) für die Sachsenliga. Gründe für den Wechsel lagen nicht nur an dem eher schwachen sportlichen Erfolg, sondern auch an der Organisation der Spiele. Im Gegensatz zur Regionalliga findet in der Sachsenliga pro Woche jeweils nur ein Spiel statt. Gespielt wurde in der Paul-Heyse-Straße in Prenzlauer Berg.

In der Zwischenzeit musste der alte Stammverein (bestand nur noch aus der Tennisabteilung) Insolvenz anmelden und der Insolvenzverwalter machte im Jahre 2008 dem BSchC 2007 den Namen strittig und dieser musste deswegen den offiziellen Namen in: „Eissport und Schlittschuh-Club 2007 Berlin e.V.“ ändern.

Die Sachsenliga-Saison 2008/2009 verlief für den Schlittschuh-Club erfolgreich, man erreichte das Halbfinale der Play-Offs und das Finale des Sachsen-Pokal.

In der Saison 2009/2010 zog die erste Mannschaft für ihre Heimspiele in den Welli ein und Harald Windler kehrte als Spieler zum Club zurück. Die Saison verlief erfolgreich und man wurde zweiter in der Vorrunde und schied dann leider im Halbfinale aus.

In der Saison 2010/2011 wurde der Schlittschuh-Club Sachsenligameister.


Der Verein hat nun weit über 240 Mitglieder und wird im Jahr 2010 zusätzlich zum Eishockey, Eisschützen, Curling, Eisschnelllauf und Eiskunstlauf auch seit 2010 eine Inlinehockey Mannschaft in der BISHL.

Logos

Trikots

Spieler

Vergangene Mannschaften

Trikots

Link-Text

Rekorde

Titelsammlung des BSchC

20-facher Deutscher Meister 1912,1913,1914,1920,1921,1923,1924,1925,1926,1928, 1929,1930,1931,1932,1933,1936,1937,1944,1974,1976


Spengler-Cup Sieger 1924, 1926, 1928

Winterkampfgewinner 1922,1926,1930

LIHG-Weltmeister 1912,1913

Internationaler Österreichischer Meister 1913 (Ringhofer-Pokal)

Coupe de Chamonix Sieger 1911,1928,1929

Davoser Schweizer Winterspiele Sieger 1929

Oberliga-Meister 1966, 1972

Regionalliga-Meister 1970

Norddeutscher Regionalliga-Cup 1995

Berliner Meister 1914,1922,1934,1935,1939,1942,1949,1954,1956,1957,1988,2003

Berliner Pokal 1956,1957

Brandenburger Meister 1927,1929,1930,1931

Sachsenligameister 2011

Zuschauerschnitt

Rund um das Team

Nicht mehr vergebene Trikotnummern

Mitglieder in der Hall of Fame Deutschland

Rudi Ball

Bobby Bell

René Bielke

Mike Daski

Lorenz Funk sen.

Dr. Hartley

Martin Hinterstocker

Matthias Hoppe

Gustav Jaenecke

Gerhard Kießling

Hermann "Männe" Kleeberg

Ernst Köpf

Stefan Metz

Erich Römer

Alfred Steinke

Xaver Unsinn

Ferenc Vozar

Erich Weishaupt

Hans Zach

Literatur

Weblinks





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