Behinderung

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Behinderung

REGEL 150 - BEHINDERUNG
DEFINTION: Ein Spieler, der einen Gegenspieler ohne Puck blockiert oder daran hindert, Schlittschuh zu laufen, einen Pass anzunehmen oder sich frei auf der Eisfläche zu bewegen.
I. Ein Spieler, der einen Gegenspieler behindert, erhält eine Kleine Strafe.
II. Eine Behinderung während des Spieles kann folgende Situationen beinhalten:
1. Ein Feldspieler, der einen Gegenspieler am Vorwärtskommen auf der Eisfläche hindert.
2. Ein Feldspieler, der den Weg eines Gegenspielers in die Angriffszone blockiert, insbesondere der Fall, wenn er den Gegenspieler durch Herausstrecken der Hüfte zwingt, um ihn herumzulaufen, nach dem er den Puck in die Angriffszone geschossen hat.
3. Ein Feldspieler, der einen Gegenspieler blockiert und ihn so daran hindert, dass dieser den puckführenden Mitspieler dieses Feldspielers erreichen kann.
4. Ein Feldspieler, der einen Gegenspieler wegblockt und ihn so daran hindert, den Puck anzunehmen.
5. Ein Feldspieler, der das Anspiel gewinnt, jedoch den Gegenspieler davon abhält, sich zum Puck zu begeben (Behinderung beim Anspiel).
6. Ein Spieler, der sich während des laufenden Spiels auf der Spieler- oder Strafbank aufhält und mit seinem Stock oder seinem Körper in die Eisfläche hineinreicht und so die Bewegung des Pucks oder die eines Gegenspielers stört.
7. Ein Feldspieler, der sich seitlich zum Gegenspieler begibt und somit dessen Vorwärtskommen verhindert, ohne zuvor in Position gewesen zu sein.
8. Ein Spieler, der einen Gegenspieler daran hindert, einen Ausrüstungsgegenstand vom Eis aufzuheben (Stock, Handschuh, Helm), indem er diesen Gegenstand vom Gegenspieler wegschiebt.
III. Feldspielern vor dem Tor wird eine gewisse Toleranz in Bezug auf die Auslegung gegeben, wie z.B. im Hinblick auf Beginderung, Check mit dem Stock, Haken, Halten, Beinstellen und Stockschlag, solange sie darum bemüht sind, ihre Position vor dem Tor zu verteidigen, oder einen Gegenspieler vor dem Tor wegzuschieben und dabei die Grenze eines fairen Kampfes um das Territorium nicht überschreiten. Verstöße in diesem Bereich beinhalten: Einen Gegenspieler zu Fall zu bringen, der nicht im Puckbesitz ist; am Trikot eines Gegenspielers ziehen; den Stock zwischen den Beinen des Gegners platzieren ("Korkenzieher"); heftiger Check mit dem Stock; Stockschlag hinten in die Beine.
IV. Situationen, die nicht als Behinderung gelten:
1. Ein Feldspieler ist berechtigt, das Eis zu besetzen, solange er sein Tempo und seine Körperposition zwischen dem freien Puck und dem Gegenspieler beibehält. Falls er abbremst, riskiert er, den Gegenspieler zu behindern.
2. Ein Feldspieler ist berechtigt, seine Position zu halten und nicht verpflichtet, Platz zu machen, falls ein Gegenspieler seinen Laufweg genau durch diese Zone auf der Eisfläche wählt.
3. Ein Feldspieler ist berechtigt, einen Gegenspieler zu blocken, solange er seine Position vor ihm hat und in dieselbe Richtung läuft.
4. Ein Feldspieler kann seine Körperposition dazu nutzen, dem Gegenspieler nicht den direkten Weg zum Puck zuzugestehen, solange er dazu weder Hand noch Arm ensetzt, um den Gegener festzuhalten oder zu blockieren.
V. Ein Spieler, der einen Gegenspieler checkt, welcher nicht im Puckbesitz ist, erhält eine Kleine Strafe für Behinderung.
VI. Zwei Feldspielern ist es erlaubt, gegeneinander anzurempeln, während sie auf einen freien Puck zulaufen, um so eine bessere Position zu erlangen. Benutzt jedoch einer seinen Stock, Arm oder Schlittschuh und hindert damit seinen Gegner zum freien Puck zu gelangen, erhält er eine Kleine Strafe für Behinderung.
VII. Ein Spieler, der durch Behinderung einen Gegenspieler verletzt oder diesen rücksichtslos gefährdet, erhält entweder eine Große Strafe und eine automatische Spieldauer-Disziplinarstrafe oder eine Matchstrafe.

Quelle: www.iihf.com





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